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14. November 2025

Ein Meilenstein für eine nachhaltige Deponiebewirtschaftung

Impulsverdichtung startet auf der ZDE


Nachdem die Bezirksregierung Münster am 16. Oktober die Plangenehmigung zur Durchführung von Verdichtungsmaßnahmen auf der Zentraldeponie Emscherbruch erteilt hat, geht ab KW 47 die Impulsverdichtung auf der ZDE vom Testbetrieb in den Regelbetrieb über. Damit realisiert die AGR, was lange als kaum erreichbar galt: Rückgewinnung von Deponiekapazität ohne neuen Flächenverbrauch.


Was vor drei Jahren als wegweisender Pilotversuch auf der ZD Datteln startete, ist heute – dank erfolgreicher Erprobung und behördlicher Plangenehmigung – Stand der Technik.

Das Vorhaben wird somit zur Optimierung der Nutzung des gemäß Planfeststellungsbeschluss genehmigten Deponievolumens beitragen.

Angesichts eines zunehmend begrenzten Deponievolumens und gleichzeitig erschwerter Bedingungen für die Erschließung neuer Kapazitäten wird es für Deponiebetreiber immer bedeutender, das verfügbare Deponievolumen optimal zu nutzen. Hierbei steht eine maximal mögliche Verdichtung der abgelagerten Abfälle im Fokus.

Die Durchführung des Verdichtungsverfahrens ermöglicht es, das vorhandene Deponievolumen optimal ausnutzen zu können – eine Änderung bzw. Erhöhung des planfestgestellten Volumens ist damit ebenso wenig verbunden wie eine Laufzeitverlängerung der Deponie. 

Auch heute schon erfolgt nach der Ablagerung des Abfalls eine Verdichtung auf der ZDE. Nachdem die Abfälle mit einer Raupe eingebaut wurden, werden diese im Anschuss lagenweise (ca. 30 bis 80 cm) mit einem dynamischen Walzenzug verdichtet. Diese bisherige Methode stößt insbesondere aufgrund der heterogenen Zusammensetzung der Abfälle (u.a. Boden, Bauschutt, Schlacken, Aschen) als auch witterungsbedingt an ihre Grenzen, da die Tiefenwirkung nicht optimal ist.

Die angestrebte maximale Lagerungsdichte wird somit nicht erreicht, so dass der Deponiekörper nicht bestmöglich verdichtet wird und das Deponievolumen nicht optimal ausgenutzt werden kann.

Um einen höheren Verdichtungsgrad zu erreichen, wird daher zukünftig auf der ZDE ein innovatives Verfahren aus dem Spezialtiefbau – die sogenannte Impulsverdichtung – eingesetzt werden. Diese Methode kam bereits im Dezember 2023 auf der Zentraldeponie Datteln im Rahmen einer Testphase erfolgreich zum Einsatz. Aufgrund der vergleichbaren Abfallzusammensetzung und dem identischen Ablagerungsverfahren ließen sich die hieraus gewonnenen Erkenntnisse auf die ZDE übertragen.

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