REKULTIVIERUNG
Deponiebetrieb, Artenvielfalt und Biodiversität auf der ZDE
Deponien sind technische Bauwerke für die sichere Ablagerung von Abfällen, die nicht weiter verwertet werden können. Damit tragen sie zur Entsorgungssicherheit für mineralische Abfälle bei. Gleichzeitig können insbesondere betrieblich nicht oder nicht mehr genutzte Bereiche einer Deponie Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten. Auf der Zentraldeponie Emscherbruch gibt es solche Flächen, auf denen sich unterschiedliche Arten angesiedelt haben.
Entsorgungssicherheit und Ökologie im Einklang
Nach dem Ende des aktiven Schüttbetriebs werden Deponieabschnitte abgedichtet und rekultiviert. Dabei können Flächen entstehen, die Lebensräume für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten bieten. Auf der Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) werden bereits parallel zum aktiven Deponiebetrieb Rekultivierungsflächen entwickelt und gepflegt. Seit 2016 werden rund 15 Hektar der Deponiefläche als Magergrünland bewirtschaftet. Die auf diesen Flächen vorkommenden Tier- und Pflanzenarten werden regelmäßig erfasst.
Artenreiches Magergrünland als Lebensraum.
Auf dem bereits 2014 eingesäten Magergrünland der ZDE konnten – neben vielen weiteren Arten – aus der Saatgutmischung bisher 21 Gräser-und Kräuterarten nachgewiesen werden. Mit der Ansiedlung der Magerpflanzen steigt der Artenreichtum bei den Insekten-, Vogel- und Kleintierarten. An den Gewässern am Deponiestandort leben zudem selten gewordene Amphibien- und Reptilienarten.
Und auch bereits während des aktiven Deponiebetriebs werden in ihrer Kapazität ausgeschöpfte Teilbereiche abgedichtet und renaturiert, so dass auch hier grüne Rückzugsflächen für Flora und Fauna entstehen.
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